In stürmischen Zeiten ruhig bleiben – warum Gelassenheit an der Börse belohnt wird

In seinem Beitrag erinnert David Booth, Gründer von Dimensional Fund Advisors, daran, wie entscheidend Geduld und Disziplin beim Investieren sind – besonders in Zeiten großer Marktunsicherheit. Am Beispiel der Corona-Krise und anderer historischer Ereignisse zeigt er, dass selbst schwerste Krisen stets überwunden wurden und Märkte sich langfristig erholten. Wer in turbulenten Phasen investiert bleibt, profitiert vom Zinseszinseffekt und der natürlichen Markterholung. Booth rät: Nicht der Nachrichtenlage folgen, sondern am individuellen Finanzplan festhalten – idealerweise gemeinsam mit einem erfahrenen Finanzberater.

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Trump vs. Weltmarkt – Was bedeutet der neue Zollstreit für Anleger?

Stagflation, neue Zölle, wirtschaftliche Unsicherheit – viele Anleger fragen sich derzeit: Was tun mit dem Depot?

Steigende Inflation, eine drohende Rezession und politische Eingriffe wie Zölle wirken auf den ersten Blick wie ein gefährlicher Cocktail für die Märkte. Doch ist ein radikales Umschichten jetzt wirklich nötig?

Ein Blick in die Geschichte zeigt Erstaunliches:
Seit 1930 gab es in den USA zwölf Jahre, in denen die Wirtschaft geschrumpft ist und gleichzeitig die Inflation stieg – also klassische Stagflation. Und wie reagierten die Aktienmärkte? In neun dieser zwölf Jahre konnten US-Aktien trotzdem inflationsbereinigte Gewinne erzielen.

Was lehrt uns das?
Wirtschaftsprognosen sind schwierig – selbst für Experten. Die Märkte hingegen sind gut darin, Zukunftserwartungen frühzeitig einzupreisen. Hektisches Umschichten ist selten von Vorteil. Stattdessen gilt: Breit aufgestellt bleiben und investiert bleiben – vor allem in den USA, aber auch global über Branchen und Regionen hinweg.

Unser Fazit:
Ruhe bewahren, Diversifikation beibehalten und nicht auf kurzfristige Schlagzeilen reagieren. So navigieren Sie auch durch turbulente Zeiten erfolgreich.

Geldanlage gleicht manchmal einer Achterbahnfahrt

Wir geben Tipps für die Bewältigung von Höhen und Tiefen

Genau wie bei einer Achterbahnfahrt gibt es in der Geldanlage Höhen und Tiefen. In einem Moment steigen die Kurse, im nächsten Moment verursachen Kursrückgänge ein flaues Gefühl im Magen. Doch ein paar gute Ratschläge können Anlegern helfen, die Fahrt zu genießen.

  1. Konzentrieren Sie sich auf den Horizont
    Wer investiert, muss mit Höhen und Tiefen rechnen. Ein Blick auf die Aktienmarktrenditen der vergangenen Jahrzehnte zeigt, wie oft Anleger mit Kursrückgängen rechnen können. Der Durchschnitt der größten Kursverluste innerhalb eines Jahres zwischen 1979 und 2023 liegt bei 14%. Doch trotz gelegentlicher Rückschläge hat der US-Aktienmarkt 37 der letzten 45 Kalenderjahre mit Gewinnen beendet (Abbildung 1). Anstatt sich also an kurzfristigen Kursverlusten aufzuhalten, sollten Anleger den Blick auf den Horizont richten, um das Unbehagen in Schach zu halten.

Ein Anlageplan für das neue Jahr: Mehr durch weniger

Gute Vorsätze, zum Beispiel gesündere Ernährung oder mehr Sport, gehören zu den beliebtesten Neujahrsritualen. Leider schaffen es die wenigsten, ihre Neujahrsvorsätze auch durchzuhalten. Warum? Weil es schwierig ist, sein Leben nachhaltig zu verändern. Mehr Erfolg setzt mehr Anstrengung voraus, jedenfalls in den meisten Lebensbereichen.
Für die Geldanlage gelten allerdings andere Regeln, die für viele Anleger nur schwer zu akzeptieren sind: Weniger ist oft mehr. Der Schlüssel zum Anlageerfolg liegt häufig nicht in harter Arbeit, sondern in intelligenten Entscheidungen. Um unser Geld für uns arbeiten zu lassen, müssen wir nicht ständig der nächsten „heißen“ Aktie hinterherjagen oder versuchen, schlauer zu sein als der Markt. Zielführender ist eine durchdachte Strategie, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, gepaart mit Durchhaltevermögen. Einfache
Lösungen und ein klarer Fokus auf das, was wirklich zählt, erhöhen die Chancen auf Anlageerfolg und reduzieren Stress im Alltag ebenso wie unnötige Komplexität.