Inflation im Blick: Warum Aktien trotzdem die Nase vorn haben
In den USA macht die Inflation mal wieder Schlagzeilen – die Verbraucherpreise sind so stark gestiegen wie zuletzt 2023. Viele Anleger fragen sich gerade: Setzt sich das jetzt fest?
Gute Nachricht vorab: Die Märkte sind schlauer, als man denkt. Inflationserwartungen fließen längst in die Preise ein, die Anleger für ihre Investments verlangen. Wer höhere Inflation befürchtet, fordert automatisch auch höhere Renditen – genau das passiert am Markt.
Die Zahlen dazu sind ziemlich eindeutig. Ein Blick auf fast 100 Jahre US-Börsengeschichte (1928–2025) zeigt: Selbst in Jahren mit überdurchschnittlicher Inflation warf der S&P 500 im Schnitt +4,6 % reale Rendite ab – also nach Abzug der Inflation. Kleinere US-Unternehmen legten sogar noch eine Schippe drauf: US-Small-Caps kamen auf +7,7 %, Small-Cap-Value-Aktien sogar auf +10,8 %.
Klingt erstmal überraschend, ergibt aber Sinn: Wer als Anleger höhere Preise befürchtet, will dafür auch entschädigt werden. Diese höhere erwartete Rendite ist quasi der eingebaute Ausgleich – man muss sie nur auch einfordern, statt aus Angst an der Seitenlinie stehen zu bleiben.
Fazit: Inflation ist unangenehm, keine Frage. Aber Aktien haben sich historisch als gutes Mittel erwiesen, sie einfach zu überholen, statt sich von ihr einholen zu lassen




