Vom Frühjahrstief zum Sommerhoch!
Das erste Halbjahr 2026 zeigte sich an den Börsen als echte Achterbahnfahrt. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar sorgte zunächst für Verunsicherung und ließ die Ölpreise steigen. Doch die Erholung kam schnell: Getragen von Chipherstellern und Technologiewerten erreichte der S&P 500 Ende Mai neue Rekordstände. Mitte Juni einigten sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand. Bis zum 30. Juni legten S&P 500 und Nasdaq um rund 10 bzw. 13 Prozent zu – auch dank des anhaltenden KI-Booms und des größten Börsengangs der Geschichte, dem IPO von SpaceX.
Global betrachtet ließen Schwellenländeraktien mit 27 Prozent Rendite sowohl die USA (14 %) als auch andere entwickelte Märkte (12 %) deutlich hinter sich. Bemerkenswert dabei: Trotz geopolitischer Unruhen bewegten sich die Märkte weiter nahe ihrer Höchststände – ein Muster, das sich auch bei früheren Krisen der letzten 36 Jahre zeigte.
Ein Mythos wurde derweil widerlegt: Gold als sicherer Hafen. Seit Ausbruch des Iran-Konflikts verlor der Goldpreis über 20 Prozent, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum zulegte.
An der Zinsfront hielt die US-Notenbank unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh den Leitzins trotz steigender Inflation stabil bei 3,5–3,75 Prozent. Die Erwartungen an Zinssenkungen sanken merklich, während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf 4,44 Prozent stieg.
Auch bei Anlagestilen gab es eine Überraschung: Nach schwächerem Vorjahr legten Small-Cap- und Value-Aktien deutlich zu und ließen teurer bewertete Growth-Titel hinter sich.
Fazit: Wer vorhersagen wollte, welche Region oder welcher Stil als Nächstes führt, lag meist daneben. Ein breit diversifiziertes globales Portfolio bleibt der zuverlässigste Weg, an den Marktgewinnen teilzuhaben.
Kein Anlageberatung – vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für die Zukunft.
Quelle: Dimensional




