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Inflation im Blick: Warum Aktien trotzdem die Nase vorn haben

28. Juli 2026

In den USA macht die Inflation mal wieder Schlagzeilen – die Verbraucherpreise sind so stark gestiegen wie zuletzt 2023. Viele Anleger fragen sich gerade: Setzt sich das jetzt fest?

Gute Nachricht vorab: Die Märkte sind schlauer, als man denkt. Inflationserwartungen fließen längst in die Preise ein, die Anleger für ihre Investments verlangen. Wer höhere Inflation befürchtet, fordert automatisch auch höhere Renditen – genau das passiert am Markt.

Die Zahlen dazu sind ziemlich eindeutig. Ein Blick auf fast 100 Jahre US-Börsengeschichte (1928–2025) zeigt: Selbst in Jahren mit überdurchschnittlicher Inflation warf der S&P 500 im Schnitt +4,6 % reale Rendite ab – also nach Abzug der Inflation. Kleinere US-Unternehmen legten sogar noch eine Schippe drauf: US-Small-Caps kamen auf +7,7 %, Small-Cap-Value-Aktien sogar auf +10,8 %.

Klingt erstmal überraschend, ergibt aber Sinn: Wer als Anleger höhere Preise befürchtet, will dafür auch entschädigt werden. Diese höhere erwartete Rendite ist quasi der eingebaute Ausgleich – man muss sie nur auch einfordern, statt aus Angst an der Seitenlinie stehen zu bleiben.

Fazit: Inflation ist unangenehm, keine Frage. Aber Aktien haben sich historisch als gutes Mittel erwiesen, sie einfach zu überholen, statt sich von ihr einholen zu lassen

 

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https://www.evb-vv.de/wp-content/uploads/2026/07/Inflation-im-Blick.jpg 638 1000 w016e927 https://www.evb-vv.de/wp-content/uploads/2017/05/logo_evb_web.png w016e9272026-07-28 13:41:032026-07-28 13:41:03Inflation im Blick: Warum Aktien trotzdem die Nase vorn haben

Vom Frühjahrstief zum Sommerhoch!

21. Juli 2026

Das erste Halbjahr 2026 zeigte sich an den Börsen als echte Achterbahnfahrt. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar sorgte zunächst für Verunsicherung und ließ die Ölpreise steigen. Doch die Erholung kam schnell: Getragen von Chipherstellern und Technologiewerten erreichte der S&P 500 Ende Mai neue Rekordstände. Mitte Juni einigten sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand. Bis zum 30. Juni legten S&P 500 und Nasdaq um rund 10 bzw. 13 Prozent zu – auch dank des anhaltenden KI-Booms und des größten Börsengangs der Geschichte, dem IPO von SpaceX.

Global betrachtet ließen Schwellenländeraktien mit 27 Prozent Rendite sowohl die USA (14 %) als auch andere entwickelte Märkte (12 %) deutlich hinter sich. Bemerkenswert dabei: Trotz geopolitischer Unruhen bewegten sich die Märkte weiter nahe ihrer Höchststände – ein Muster, das sich auch bei früheren Krisen der letzten 36 Jahre zeigte.

Ein Mythos wurde derweil widerlegt: Gold als sicherer Hafen. Seit Ausbruch des Iran-Konflikts verlor der Goldpreis über 20 Prozent, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum zulegte.

An der Zinsfront hielt die US-Notenbank unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh den Leitzins trotz steigender Inflation stabil bei 3,5–3,75 Prozent. Die Erwartungen an Zinssenkungen sanken merklich, während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf 4,44 Prozent stieg.

Auch bei Anlagestilen gab es eine Überraschung: Nach schwächerem Vorjahr legten Small-Cap- und Value-Aktien deutlich zu und ließen teurer bewertete Growth-Titel hinter sich.

Fazit: Wer vorhersagen wollte, welche Region oder welcher Stil als Nächstes führt, lag meist daneben. Ein breit diversifiziertes globales Portfolio bleibt der zuverlässigste Weg, an den Marktgewinnen teilzuhaben.

Kein Anlageberatung – vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für die Zukunft.

Quelle: Dimensional

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